J. A. Schmoll gen. Eisenwerth. Fotografie von Stefan Moses aus der Serie "Bekannte Deutsche im Wald", um 1985
Nachruf von Winfried Nerdinger
Süddeutsche Zeitung vom 29. Dezember 2010 >>>
Biografie
1915 geboren in Berlin als Sohn des am 24. August 1914 in den Vogesen gefallenen Dr. Ing. J.A. Schmoll gen. Eisenwerth (Maschinenbau-Ingenieur in Mannheim) und der Eva Schmoll gen. Eisenwerth, geb. Dietmar. Großvater war der Wasserbauingenieur und Brückenkonstrukteur Anton Adolf Schmoll gen. Eisenwerth aus St. Wendel/Saar, Ritter des Franz-Joseph-Ordens in Wien, später wieder in St. Wendel und Darmstadt wohnend, gestorben 1918
1934 Abitur Frühjahr auf dem Landschulheim der Stadt Berlin "Schulfarm Insel Scharfenberg", Reformpädagogische Modellschule
Studium an der Universität Berlin: Kunstgeschichte, Archäologie, Geschichte, Philosophie
1939 Dissertation "Das Kloster Chorin" und die Backsteinfrühgotik in der Mark Brandenburg 1250-1320
1939-45 Kriegsdienst, Lazarettentlassung 1945
Ab Dezember 1945 Wissenschaftlicher Assistent der Technischen Hochschule Darmstadt
1946-49 mit der stellvertretenden Wahrnehmung des Ordinariats für Kunstgeschichte beauftragt 1950/51 Habilitation mit der Arbeit "Auguste Rodin – zur Werkentwicklung und Deutung". Ungedrucktes Msc., später in Teilen publiziert, z.B. "Der Torso als Symbol und Form". Baden-Baden 1954
1948 Gastdozent von Darmstadt aus an der Staatlichen Schule für Kunst und Handwerk in Saarbrücken
1950 Lehrauftrag an der Universität des Saarlandes
1951 Berufung als Gründungsdirektor des Kunsthistorischen Instituts an die Universität des Saarlandes als ao. Professor
1955 Ordinarius, Prodekan und Dekan der Philosophischen Fakultät
1966 Berufung in gleicher Funktion an die Technische Universität München. Ausbau des hundert Jahre alten Lehrstuhlinstituts für Kunstgeschichte
1980 emeritiert
1980 Kulturpreis der Deutschen Gesellschaft für Photographie
2001 Silbermedaille "München leuchtet"
Gastprofessuren:
1970 Pennsylvania State University/USA
1974/75 und 1975/76 Universität Zürich
1986 Ludwig-Maximilian-Universität München
1988 Universität Wien
1989 Universität Salzburg
Mitglied des Kuratoriums des Bauhaus-Museums für Gestaltung Berlin, des Fotomuseums im Münchener Stadtmuseum, der Wilhelm-Loth-Stiftung Karlsruhe
seit 1988 Ordentliches Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste
Literaturauswahl zu den Forschungsschwerpunkten aus über 400 Publikationen:
letzte Änderung: Donnerstag, 30.12.2010