Gunter Demnig, Stolperstein für Fritz Ellmer, 2011. Foto: Institut für aktuelle Kunst im Saarland, O.D.

Gunter Demnig, Stolperstein für Fritz Ellmer, 2011 

Gunter Demnig, Stolperstein für Fritz Ellmer, 2011. Foto: Institut für aktuelle Kunst im Saarland, O.D.

Gunter Demnig, Stolperstein für Fritz Ellmer, 2011 

Saarlouis, Demnig, Stolperstein, Ellmer, Fritz

Letzte Änderung: 26/09/2011

Gunter Demnig, Stolperstein

Beton, Messing, per Hand eingeschlagene Inschrift, 96 x 96 x 100 mm

Saarlouis, Silberherzstrasse 3 

 

  • Stolperstein für Fritz Ellmer
    Initiative: Arbeitsgruppe "Stolpersteine" unter besonderer Mitwirkung einer Schülergruppe des Max-Planck-Gymnasiums Saarlouis, des Adolf-Bender-Zentrums St. Wendel und des Kulturamtes der Stadt Saarlouis
    Verlegedatum: 8. April 2011
    Text der Inschrift:
    "Hier wohnte / Fritz Ellmer / Jg. 1899 / Flucht 1935 / Frankreich / verhaftet 1941 / interniert / ermordet 1942 in / Sachsenhausen"

 

Biographie

Der 1899 geborene Fritz Ellmer war nach dem Ersten Weltkrieg im Polizeidienst in Dortmund tätig. Verheiratet mit Hella Edelstein, einer Jüdin, und engagiert in der kommunistischen Partei, emigrierte Ellmer nach der Machtübernahme Hitlers an die noch freie Saar nach Saarlouis. Als kommunistischer Stadtverordneter agitierte er im Vorfeld der Saarabstimmung 1935 gegen den Anschluss des Saargebiets an das nationalsozialistische Deutsche Reich. Nachdem die Mehrheit der Saarländer jedoch für den Anschluss votiert hatte, emigiriert Fritz Ellmer mit seiner Frau ein zweites Mal, diesmal nach Frankreich. Nach der Niederlage Frankreichs im Zweiten Weltkrieg wurde das Ehepaar Ellmer 1941 verhaftet. Fritz Ellmer starb im KZ Sachsenhausen, der Totenschein ist auf den 20. Juli 1942 ausgestellt, als Todesursache ist Lungentuberkulose angegeben.

Nach dem Ende von Krieg und Verfolgung 1945 ehrte die Stadt Saarlouis Fritz Ellmer durch die Benennung einer Straße nach ihm; indessen wurde der Straßenname bereits 1951, es war die Zeit des Kalten Krieges, in Albrecht-Dürer-Straße geändert. 

 

 

Bibliografie und Quellen

  • Hermann Volk: Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu den Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933-1945. Band 4, Saarland. Herausgegeben vom Studienkreis zur Erforschung und Vermittlung der Geschichte des deutschen Widerstandes 1933-1945, vom Bundesvorstand und vom Landesverband Saar der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes / Bund der Antifaschisten. Köln 1990, S. 112
  • Hans Jörg Schu et al.: Chronik der Stadt Saarlouis 1680-2005. Saarlouis 2010, S. 135, 138
  • Stolpersteine für Saarlouis. Flyer hg. vom Kulturamt der Stadt Saarlouis, 2011
  • Institut für aktuelle Kunst im Saarland, Objekt Nr. 4448

 

 

Redaktion: Oranna Dimmig


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