Gunter Demnig, Stolpersteine für David Okunew, Elfriede Okunew und Margaretha Hedwig Okunew, geb. Mann, 2011. Foto: Institut für aktuelle Kunst im Saarland, O.D.

Gunter Demnig, Stolpersteine für David Okunew, Elfriede Okunew und Margaretha Hedwig Okunew, geb. Mann. 2011 

Stolperstein für David Okunew. Foto: Institut für aktuelle Kunst im Saarland, O.D.

Stolperstein für David Okunew 

Stolperstein für Elfriede Okunew. Foto: Institut für aktuelle Kunst im Saarland, O.D.

Stolperstein für Elfriede Okunew 

Stolperstein für Margaretha Hedwig Okunew, geb. Mann. Foto: Institut für aktuelle Kunst im Saarland, O.D.

Stolperstein für Margaretha Hedwig Okunew, geb. Mann 

Saarwellingen, Demnig, Stolperstein, Okunew, David, Elfriede und Margaretha Hedwig

Letzte Änderung: 23/07/2013

Gunter Demnig

3 Stolpersteine

Beton, Messing, per Hand eingeschlagene Inschrift, 96 x 96 x 100 mm

Saarwellingen, Schlossstrasse 22

 

  • Stolperstein für David Okunew
    Initiative: Arbeitsgruppe "Stolpersteine" Saarwellingen
    Verlegedatum: 7. April 2011
    Text der Inschrift:
    "Hier wohnte / und arbeitete / David Okunew / Jg. 1889 / Flucht 1936 / Frankreich / überlebt"
  • Stolperstein für Elfriede Okunew
    Initiative: Arbeitsgruppe "Stolpersteine" Saarwellingen
    Verlegedatum: 7. April 2011
    Text der Inschrift:
    "Hier wohnte / Elfriede Okunew / Jg. 1926 / Flucht 1936 / Frankreich / interniert / deportiert 1942 / ermordet in / Auschwitz"
  • Stolperstein für Margaretha Hedwig Okunew, geb. Mann
    Initiative: Arbeitsgruppe "Stolpersteine" Saarwellingen
    Verlegedatum: 7. April 2011
    Text der Inschrift:
    "Hier wohnte / Margaretha Hedwig / Okunew / geb. Mann / Jg. 1894 / Flucht 1936 / Frankreich / deportiert 1942 / ermordet in / Auschwitz" 

 

Biografien:

David Okunew, 1889 in Orel (Russland) geboren, blieb nach dem Ersten Weltkrieg als entlassener russischer Gefangener in Kaiserslautern. Nach seiner Heirat mit Margaretha Hedwig Mann (1894 in Wattenheim geboren)  zog er 1923 nach Saarwellingen, wo Hedwig bereits seit 1920 lebte. David Okunew, von Beruf Uhrmacher, eröffnete in Saarwellingen ein Geschäft für Uhren und Goldwaren. In Saarwellingen wurde dem Ehepaar 1926 die Tochter Elfriede geboren. Kurz vor Ablauf des "Römischen Abkommens", das den Bewohnern des Saargebiets nach dem Anschluss an das Deutsche Reich 1935 noch für ein Jahr die vollen Bürgerrechte garantierte, brachte sich Familie Okunew nach Frankreich in Sicherheit - vorübergehend. In Lyon von der Gestapo aufgegriffen, wurden die Okunews nach Paris gebracht. Während David Okunew sich durch einen glücklichen Zufall retten konnte, wurden seine Frau Margaretha Hedwig und die Tochter Elfriede vom Lager Drancy in das Vernichtungslager Auschwitz gebracht.

David Okunew überlebte den Holocaust, er starb 1954 in Paris.

 

Bibliografie und Quellen

  • Gedenkbuch - Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft 1933-1945 (www.bundesarchiv.de/gedenkbuch)
  • Werner Müller und Alois Prediger: Juden in Saarwellingen. Hg. von der Gemeinde Saarwellingen. Nalbach 1989, S. 109
  • Werner Müller: Die jüdische Minderheit im Kreis Saarlouis. Politische, sozialökonomische und kulturelle Aspekte ihrer Lebenssituation vom Ancien Régime bis zum Nationalsozialismus. St. Ingbert 1993, S. 148
  • Saarbrücker Zeitung, 8.4.2011, 19.4.2011
  • Hans-Peter Klauck und Klaus Mayer: Gelöst ist die Schnur - gebrochen das Band. Die jüdische Gemeinde Saarwellingen 1700-1940. Saarwellingen 2013, S. 172, S. 181, S. 340-341
  • Institut für aktuelle Kunst im Saarland, Objekt Nr. 4460, 4461, 4462 

 


Redaktion: Oranna Dimmig


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