Kunstlexikon Saar - Institut für aktuelle Kunst im Saarland

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"Phönix, Schau Nr. 6", 1939/40, ausgeführt 1990, Öl auf Leinwand, 168 x 153 cm. Foto: Carsten Clüsserath

"Phönix, Schau Nr. 6", 1939/40, ausgeführt 1990, Öl auf Leinwand, 168 x 153 cm 

"Phönix, Schau Nr. 6" im Sparda-Bank-Kunst-Raum, Saarbrücken. Foto: Institut für aktuelle Kunst im Saarland

"Phönix, Schau Nr. 6" im Sparda-Bank-Kunst-Raum, Saarbrücken 

Ilmar Schichtel, Vorstandsvorsitzender der Sparda-Bank Südwest eG. Foto: Institut für aktuelle Kunst im Saarland

Ilmar Schichtel, Vorstandsvorsitzender der Sparda-Bank Südwest eG 

Prof. Dr. Lorenz Dittmann. Foto: Institut für aktuelle Kunst im Saarland

Prof. Dr. Lorenz Dittmann 

Neuerwerbung für den Sparda-Bank-Kunstraum

Der Sparda-Bank-Kunst-Raum in Saarbrücken zeigt seit Juli 2004 in einer Dauerpräsentation ausgesuchte Beispiele der Kunst der Gegenwart. Für die Sammlung, die kontinuierlich erweitert wird, konnte in diesem Jahr das Ölgemälde "Phönix, Schau Nr. 6" von Boris Kleint erworben werden.

Boris Kleint (1903-1996) - Wahrnehmungspsychologe, Bildender Künstler, Assistent an der Ittenschule in Berlin und Lehrer an der Staatlichen Schule für Kunst und Handwerk in Saarbrücken, ­Autor der "Bildlehre" - zählt zu den bedeutenden Künstlern des 20. Jahrhunderts.

Das neu erworbene Bild gehört zu Kleints Werkgruppe der "Schau-Bilder", die von Prof. Lorenz Dittmann, emeritierter ­Ordinarius für Kunstgeschichte an der Universität des Saarlandes, als "Hauptwerke nicht nur im Œuvre Kleints, sondern der ­deutschen Malerei dieser Zeit insgesamt« eingeschätzt werden. "Sie entstanden in den Jahren 1939 und 1940, in völliger ­Isolation von künstlerischen Zentren, ganz aus der eigenen ­Erfindungskraft geschöpft, aus dem unversiegbaren Reservoir bildnerischer Grundformen." "Phoenix, Schau Nr. 6" entstand in seiner ersten Fassung während Kleints Exiljahren in Luxemburg und verbrannte dort. Anhand der erhaltenen Zeichnungen von 1939/40 malte es der Künstler 1990 gegen Ende seines Lebens erneut - die Wiedererschaffung des Gemäldes mit dem Titel "Schau Nr. 6" wird durch den Zusatz "Phönix" angezeigt.

"Phönix, Schau Nr. 6" kann als ein prägnantes Beispiel für den Satz von Boris Kleint "von der Stabilität der Elemente und dem immer Neu-Werden daraus resultierender Kombinationen« ­(Dittmann) betrachtet werden: "Das Sichtbare bildet in sich eine einseitige, unabgeschlossene Entwicklungsreihe. In ihrem Verlauf wird unaufhörlich Neues und Anderes geboren, geschaffen, gedacht, aber immer aus den gleichen, unveränderlichen Elementen."

Mit dem Ankauf des Werkes "Phönix, Schau Nr. 6" von Boris Kleint folgt die Sparda-Bank einer Empfehlung von Prof. Jo Enzweiler, dem für die Sammlung verantwortlichen künstle­rischen Berater der Sparda-Bank. Der Ankauf fällt zeitlich ­zusammen mit dem Erscheinen des zweiten Teils des Werkverzeichnisses von Boris Kleint, das Prof. Enzweiler als Direktor des Instituts für aktuelle Kunst im Saarland herausgibt.

letzte Änderung: Montag, 27.04.2009



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