Karl Hanus und Nikolaus Simon, Ehrenmal, 1957
Ehrenmal für Saarlouis-Fraulautern, Modell, 1957
Das Ehrenmal nach der Fertigstellung
Der Gedenkstein aus französischem Kalkgestein wurde 2008 farbig gefasst.
Karl Hanus und Nikolaus Simon
Ehrenmal, 1957
Saarlouis-Fraulautern, Nähe katholische Kirche
Als Ersatz für ein im Zweiten Weltkrieg zerstörtes Kriegerdenkmal wurde zum Gedenken der Toten beider Weltkriege eine kleine Gesamtanlage geschaffen, die zugleich den Pfarrgarten abschließt. In einem beschränkten Wettbewerb konnte sich Karl Hanus mit seinem Entwurf durchsetzen. Für den Gedenkstein, den der in Saarlouis ansässige Bildhauer Nikolaus Simon schuf, wurde als bewusstes Zeichen der Versöhnung ein Kalkstein aus Frankreich gewählt, den Hanus konstrast- und spannungsreich zwischen zwei unterschiedlich hohe, sorgsam aus Sandstein gesetzte Mauern einpasste. Ein schlichtes Metallkreuz betont die linke Seite des Steines, seine rechte trägt eine Inschrift, die in erhabenen und in für die 1950er Jahre typischer Kalligrafie geformten Buchstaben gesetzt ist. Der Text erinnert in christlichen Grundstimmung an die Toten der beiden Weltkriege. "Das Band, das uns verbindet, loest weder Zeit noch Ort. Was in dem Herrn sich findet, das währt in ihm auch fort. 1914-18 + 1939-45". Der Platz davor ist mit Hartsandsteinplatten gedeckt, in die ein "Eisernes Kreuz" aus Blei eingelegt ist. Vier zu der Gesamtanlage gehörende Pappeln sind inzwischen verschwunden; der Kalkstein wurde farbig gefasst.
Bibliografie
Oranna Dimmig
letzte Änderung: Dienstag, 21.04.2009