Kunstlexikon Saar - Institut für aktuelle Kunst im Saarland

zum Inhalt | zur Hauptnavigation | zur Hilfsnavigation

Inhalte

Bilder zum Artikel

Brigitte Schuller, Wandgestaltung, 1962/63, Beton, Keramik, 2,50 x 7,00m; 2,50 x 3,00 m. Foto: Johannes Eich

Brigitte Schuller, Wandgestaltung, 1962/63, Beton, Keramik,
2,50 x 7,00 m; 2,50 x 3,00 m 

Detail. Foto: Johannes Eich

Detail 

Brigitte Schuller, Wandgestaltung, 1964, Keramik, 2,50 x 7,00 x 0,20 m. Foto: Martin Luckert

Brigitte Schuller, Wandgestaltung, 1964, Keramik,
2,50 x 7,00 x 0,20 m 

Homburg, Schuller, zwei Wandgestaltungen

Brigitte Schuller
Wandgestaltung, 1962/63
Beton, Keramik, 2,50 x 7,00 m; 2,50 x 3,00 m

Universitätsklinikum Homburg / Medizinische Fakultät

Gebäude 76, Biophysik

Objekt Nr. 37

 

Für das Foyer des Hörsaales der Biophysik entstand in enger Zusammenarbeit des Architekten Gerd Volker Heene und der Keramikerin Brigitte Schuller eine Wandgestaltung, die den Belastungen des Alltagsbetriebes seit über 40 Jahren hervorragend standhält. In den lichtdurchfluteten Raum vor dem Hörsaal ragen drei Wände des Sanitärbe­reiches hinein, die unterhalb der niedrigen, durchlaufenden Oberfenster eine für die Entstehungszeit sicher ungewöhnliche Behandlung der Betonwände aufweisen. Nach der Abnahme der kräftig gemaser­ten Schalungsbretter wurden nach einem feinsinnigen Programm Vertiefungen in den Beton geschnitten, von denen einige mit Keramikplatten gefüllt sind. Die eingeleg­ten keramischen Arbeiten sind in leuchtenden Farben gelb, blau und türkis glasiert. Die Wirkung der Wand lebt von dem span­nungs­reichen Miteinander der Materialien Beton und Keramik ebenso wie von den unterschied­lichen handwerklichen Verarbeitungen und den gegensätz­lichen Farbig­keiten des matten, grauen Betons und der leuchtenden Glasuren der Kera­mik­intarsien.

 

 

Brigitte Schuller
Wandgestaltung, 1964
Keramik, 2,50 x 7,00 x 0,20 m

Universitätsklinikum Homburg / Medizinische Fakultät

Gebäude 40, Innere Medizin, Hörsaalfoyer, Erdgeschoss
Objekt Nr. 38

Brigitte Schullers Keramik-Arbeit ist bestimmend für das Erschei­nungsbild des Foyers. Mit geringem, gleichwohl deutlichen Abstand zu Boden und Decke montiert, verdeckt die wandartige Keramik die Projektionskabine des Hörsaals, über deren Breite sie beid­seitig herausragt. So entsteht der Eindruck einer schwebenden Wand. Zusammengesetzt aus gleich­großen quadratischen Platten (je 25 x 25 cm) baut sich ein abstraktes Landschaftsgebilde auf. Wie Brigitte Schuller erläuterte, thematisiert sie das Nebeneinander verschiedener Erdschichten, die sie durch eine kontrastvolle Material- und Formsprache nachzeichnet. Die Gestaltung lebt von dem Wechsel der rauhen, matten Lehm­glasur, den opaken glänzenden Oberflächen, den Smalten, den reliefierten Strukturen und dem spannungsvollen Farbwechsel von Braun und leuchtendem Blau.

 

 

 

Bibliografie

  • Architektenkammer des Saarlandes (Hg.): Kunst am Baum im Saarland. Ausstellungskatalog Moderne Galerie Saarbrücken. Saarbrücken 1970, Kat. Nr. 82
  • Jo Enzweiler (Hg.): Kunst im öffentlichen Raum, Saarland, Band 2, Universität des Saarlandes. Saarbrücken 1999, S. 163 >>>
  • Jo Enzweiler (Hg.): Kunst im öffentlichen Raum, Universitätsklinikum Homburg / Medizinische Fakultät. Saarbrücken 2007, S. 20 und S. 28 >>>

 

Redaktion: Oranna Dimmig

letzte Änderung: Dienstag, 24.11.2009