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Jo Enzweiler, Entwurfsrelief für das Portal der Kapelle des katholischen Bildungszentrums Maria Rosenberg, Waldfischbach-Burgalben, Holz, ca. 90 x 90 cm. Foto: Jo Enzweiler

Jo Enzweiler, Entwurfsrelief für das Portal der Kapelle des katholischen Bildungszentrums Maria Rosenberg, Waldfischbach-Burgalben, Holz, ca. 90 x 90 cm 

Jo Enzweiler, Entwurfsrelief für das Portal der Kapelle des katholischen Bildungszentrums Maria Rosenberg, Waldfischbach-Burgalben, Holz, ca. 90 x 90 cm. Foto: Jo Enzweiler

Jo Enzweiler, Entwurfsrelief für das Portal der Kapelle des katholischen Bildungszentrums Maria Rosenberg, Waldfischbach-Burgalben, Holz, ca. 90 x 90 cm 

Waldfischbach-Burgalben, Enzweiler, Portal

Jo Enzweiler, 1973
Holz, 2,00 x 2,00 m
Kapelle Katholisches Bildungszentrum Maria Rosenberg, Waldfischbach-Burgalben, Rosenbergstr. 24

 

Im Jahr 1973 wurde an Jo Enzweiler der Auftrag zur Gestaltung eines Holzportales in sakralem Kontext vergeben. Der Künstler entwarf eine - wie er sagt - "kleine Tür" für die Kapelle des katholischen Bildungszentrums Maria Rosenberg in Waldfischbach bei Pirmasens. Der Neubau wurde nach Entwürfen von Hanns Schönecker errichtet. Innerhalb des Baukomplexes erschließt das Portal die innen liegende Kapelle über das Foyer des Bildungszentrums und ist daher keinen witterungsbedingten Veränderungen unterworfen. Das 2 x 2 m messende Holzrelief ist auf die Außenseiten der Kapellentüren aufgebracht und weist eine geringe Raumtiefe auf. Augenscheinend lassen sich vier horizontal unterschiedene Partien ausmachen, die in der Gestaltung plastisch differenziert sind.


Jo Enzweilers Komposition besticht durch die Verwendung einer einzigen Grundform, die er in der variierenden Reihung und der Umkehrung durch die Komplementärform rhythmisiert. Der Künstler geht von einem sehr schmalen keilförmigen Grundelement aus, das er in stetem Wechsel mit der Komplementärform gruppiert und somit unterschiedlich stark plastisch hervortretende Flächen komponiert. So entsteht, wie er sagt, die Landschaft. Der Portalgestaltung gehen vorbereitende Holzreliefs voraus, die das Motiv des schmalen Holzkeiles zeigen und deren Einfluss auf die Komposition augenscheinend sind. Während ein Entwurf in streng horizontaler Gliederung die keilfömigen Einzelelemente mit den Spitzen zur Mittelsenkrechten hin gruppiert, betont ein zweites Entwurfsrelief die Vertikale.

 

 

 

Bibliografie

  • Claudia Maas (Hg.): Jo Enzweiler. Projekte im öffentlichen Raum 1962-2004. Bearbeitet von Sandra Kraemer.  Saarbrücken 2005, S. 46-47 >>>

 

 

Sandra Kraemer

letzte Änderung: Donnerstag, 03.09.2009