Alex Gern, "Farbsequenzen", Wandgestaltung, 2005/06, 108 Farbverläufe, Offsetfarbe auf MDF, je 50 x 30 cm, Gebäude 45.3. Foto: Christine Kellermann

Alex Gern, "Farbsequenzen", Wandgestaltung, 2005/06, 108 Farbverläufe, Offsetfarbe auf MDF, je 50 x 30 cm, Gebäude 45.3, Treppenhaus 

während der Montage 2006

während der Montage 2006 

Alex Gern, "Farbsequenzen", Wandgestaltung, 2005/06, 108 Farbverläufe, Offsetfarbe auf MDF, je 50 x 30 cm. Foto: Alex Gern

Alex Gern, "Farbsequenzen", Wandgestaltung, 2005/06, 108 Farbverläufe, Offsetfarbe auf MDF, je 50 x 30 cm 

Homburg, Gern, Wandgestaltung

Letzte Änderung: 19/11/2009

Alex Gern
"Farbsequenzen", Wandgestaltung, 2005
108 Farbverläufe, Offsetfarbe auf MDF, je 50 x 30 cm

Universitätsklinikum Homburg / Medizinische Fakultät, Gebäude 45.3, José Carreras Zentrum für Immun- und Gentherapie, Treppenhaus

Objekt-Nr. 57

 

Alex Gerns Installation im Treppenhauses des 2004/05 errichteten Gebäudes besteht aus seriell zusammengestellten farbigen mitteldichten Faserplatten. "Durch Farbe gehen" oder "Farbgang" tauchen in seinen Bildtiteln immer wieder auf. Bei der Gestaltung für Homburg greift der Künstler auf Erfahrungen mit den bereits während des Studiums an der HBKsaar entwickelten Farbkarten zurück.

 

"Im Laufe meiner Bemühungen um Farbe, die sich in zunehmendem Maße auf ihre Materialität und die Art und Weise ihrer technischen Behandlung konzentriert, habe ich im Verfahren des Hochdrucks eine Technik gefunden, die eine methodische und rationelle Handhabung von Farbe ermöglicht. Innerhalb dieser Technik konnte ich eine Vorgehensweise entwickeln, die mir erlaubt, das Drucken als malerische Disziplin, Walzen und Presse als Instrumente einer automatisierten Malerei zu nutzen. Als Druckstock dient ein Rechteck aus mitteldichter Faserplatte (MDF), das eingefärbt und zunächst mehrmals abgedruckt wird, ohne zwischenzeitlich neue Farbe zu erhalten. Durch die abnehmende Farbmenge entstehen Markierungen der Zustände eines Prozesses. Im nächsten Schritt trage ich über die Reste der ersten Farbe eine andere Farbe auf den Druckstock auf und drucke erneut mehrmals, so dass der Effekt der abnehmenden Farbmenge mit unterschiedlichen Farbmischungen verbunden wird. Die Beurteilung des aktuellen Zustandes der Farbe – oder Farben – auf dem Druckstock veranlasst entweder einen unmittelbaren weiteren Abdruck dieses Zustandes, was eine Wirkung des Vergehens zur Folge hat, oder das erneute Auftragen der zuletzt aufgebrachten Farbe, was zu ­leicht nuancierten Ergebnissen führt, oder den Auftrag einer anderen Farbe, was Schritte in eine ganz andere Region in der Welt der Farbe bedeutet. Jeder Abschnitt zeigt eine durch Wechsel von Ähnlichkeiten und Unterschieden charakterisierte in sich geschlossene Komposition, die jedoch gleichzeitig Verbindungen zu ihren Nachbarn auf­nimmt." Alex Gern (aus: Ausstellungskatalog 1999)

 

Bibliografie

  • Alex Gern – gernsehen. Ausstellungskatalog Stadtgalerie Saarbrücken, 1999, o.P.
  • Jo Enzweiler (Hg.): Kunst im öffentlichen Raum, Universitätsklinikum Homburg / Medizinische Fakultät. Saarbrücken 2007, S. 21 >>>

 

Redaktion: Oranna Dimmig


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