Künstlerlexikon Saar - Institut für aktuelle Kunst im Saarland

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Harry Leid, Toranlage, 1986, Aluminium, 14,00 x 2,60 x 0,65 m. Foto: Staatliches Hochbauamt, T. Ney, 1990

Harry Leid, Toranlage, 1986, Aluminium, 14,00 x 2,60 x 0,65 m 

Dillingen, Leid, Toranlage

Harry Leid
Toranlage, 1986
Aluminium, 14,00 x 2,60 x 0,65 m
Dillingen, Neubau Autobahnmeisterei Dillingen, ­Hofeinfahrt, Brückenstraße

Die Toranlage setzt sich aus einem drehbaren Mittelflügel für die Fahrbahn und je einem seitlichen Flügel für die Fußgängerwege zusammen. Zentrum und Höhepunkt ist ein pyramidalesker Pfeiler, der in Doppelfunktion dem Tor als Drehachse und dem breiten Gitterrahmen als Träger dient. Die Vergitterung besorgen räumlich ausladend geknickte Flachstäbe, die einen Hohlraum bilden. Dieser verläuft dynamisch von dem unteren Teil des Mittelpfeilers jeweils zu den äußeren oberen Ecken des Rahmens. Ausgehend von dem Mittelpfosten und den Seitenteilen des Rahmens, tragen dünne, stabförmige Verstrebungen den Rahmen und bilden mit ihrem diagonalen, strahlenförmigen Verlauf ein zusätzliches, lineares Gestaltungselement in dem Hohlraum. Die beiden seitlichen Tore sind analog gestaltet und führen die Aufwärtsbe­wegung der Gittereisen wieder nach unten.

 

Bibliografie

  • Jo Enzweiler (Hg.): Kunst im öffentlichen Raum, Saarland. Band 3, Landkreis Saarlouis nach 1945. Aufsätze und Bestandsaufnahme. Saarbrücken 2009

 

Oranna Dimmig

letzte Änderung: Dienstag, 31.03.2009