Ernst Brauner, Wandgestaltung, 1960, Eisenband, ca. 7,50 x 4,00 m; Band: 0,5 x 3 cm. Foto: Institut für aktuelle Kunst im Saarland, Christine Kellermann

Ernst Brauner, Fassadengestaltung, 1960, Eisenband, ca. 7,50 x 4,00 m; Band: 0,5 x 3 cm 

Lebach, Brauner, Fassadengestaltung

Letzte Änderung: 05/04/2009

Ernst Brauner
Fassadengestaltung, 1960
Eisenband, ca. 7,50 x 4,00 m; Band: 0,5 x 3 cm
Lebach-Landsweiler, Grundschule Landsweiler, Giebelwand, Barbarastraße

Der linke Teil der Giebelfassade ist fensterlos und bildet eine vom Sockel bis zum Ortgang ungegliederte Fläche aus, die als Untergrund für eine große, im Abstand von 9 cm mittels Stegen vor die Wand applizierte, mehrteilige Drahtplastik dient. In zumeist sanft gebogenen Umrisslinien sind drei Figurengruppen dargestellt, die durch eine geschwungene Linie miteinander verbunden sind. Thematisiert werden (männliche) Lebensstationen. Die obere Gruppe zeigt das Wickelkind in der Geborgenheit der Eltern. Während die Mutter den Säugling im Arm wiegt, steht der Vater mit einem Rechen Schutz gebend daneben. In der mittleren Gruppe wird der Schulbub von einem Lehrer unterrichtet und geleitet. Die untere Gruppe endlich zeigt zwei Männer in Berufen, die für mehrere Generationen typisch für das Saarland waren: Hüttenarbeiter, gekennzeichnet durch die hitzeabweisendene Schutzschürze und den Stab zum Abstechen des Ofens mit dem flüssigen Eisen, und Bergmann, gekennzeichnet durch den Schutzhelm und die Grubenlampe. Die Darstellung spiegelt das Menschenbild der 1950er Jahre wieder.

 

Bibliografie

  • Jo Enzweiler (Hg.): Kunst im öffentlichen Raum, Saarland. Band 3, Landkreis Saarlouis nach 1945. Aufsätze und Bestandsaufnahme. Saarbrücken 2009

 

Oranna Dimmig


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