Kunstlexikon Saar - Institut für aktuelle Kunst im Saarland

zum Inhalt | zur Hauptnavigation | zur Hilfsnavigation

Inhalte

Bilder zum Artikel

Oswald Hiery, ohne Titel, 1987, Stahl, geschweißt, teilweise vergoldet, ca. 4,50 x 1,00 x 1,00 m (ohne Sockel). Foto: Institut für aktuelle Kunst im Saarland, Ursula Kallenborn-Debus

Oswald Hiery, ohne Titel, 1987, Stahl, geschweißt, teilweise vergoldet, ca. 4,50 x 1,00 x 1,00 m (ohne Sockel) 

Lebach, Hiery, Plastik

Oswald Hiery
ohne Titel, 1987
Stahl, geschweißt, teilweise vergoldet, ca. 4,50 x 1,00 x 1,00 m (ohne Sockel); Betonsockel: 0,90 x 1,30 x 1,30 m
Lebach, Nikolaus-Groß-Schule, Schulhof, Dillinger Straße 67

Auf einem zweistufigen Betonsockel über quadratischem Grundriss erhebt sich eine Stahlplastik, die man als eine eigenwillige Spielart eines Obelisken auffassen kann. Über quadratischem Grundriss ansetzend, verjüngt sich der Obelisk schwungvoll nach oben. Im oberen Viertel indessen scheint die Aufwärtsbewegung zu erschlaffen, der Schaft biegt um und läuft sanft gekurvt in die seitwärts geneigte Spitze aus. Statt einer klassischen, zumeist vergoldeten Spitze bildet Hierys Obelisk einen Zipfel aus. Dieser dient als Standfläche für eine kleine 'goldige' Figurengruppe, die als Silhouette aus Blech geschnitten ist. Als hell-glänzende Schattenrisse wiedergegeben, bewegt sich ein Zug grotesker Gestalten auf der schiefen Ebene - rollend, kugelnd, gehend, fallend, stürzend - angestoßen und gehalten von einer runden Scheibe am Anfang und Ende des Zuges. Die dunkle, rostig-matte Oberfläche des Obelisken kontrastiert mit der hellen, gold-glänzenden Oberfläche der Figuren. Das Spiel mit Gegensätzen und Paradoxien ist charakteristisch für zahlreiche Plastiken von Oswald Hiery.

 

Bibliografie

  • Jo Enzweiler (Hg.): Kunst im öffentlichen Raum, Saarland. Band 3, Landkreis Saarlouis nach 1945. Aufsätze und Bestandsaufnahme. Saarbrücken 2009

 

Oranna Dimmig

letzte Änderung: Montag, 06.04.2009